Änderung der Google-Markenrichtlinie für AdWords in Europa

Änderung der Google-Markenrichtlinie für AdWords in Europa
Google hat vor Kurzem im Hinblick auf die Entscheidungen des EuGH zu Google-AdWords reagiert und eine neue Google-Markenrichtlinie für AdWords in Kraft gesetzt.

Die wichtigste Neuerung besteht darin, dass Unternehmen, die bei Google in Europa Anzeigen schalten, nun auch geschützte Begriffe (Marken) Dritter als Key-Words verwenden können.

Markeninhaber die meinen, dass eine hierdurch geschaltete Anzeige die Nutzer verwirrt, können bei Google eine Beschwerde einreichen. Werbung die dann fälschlicherweise den Eindruck erweckt, dass die Werbung zum Markeninhaber gehört, werden nach Überprüfung und Feststellung durch Google entfernt.

Die Google-Richtlinie im Wortlaut lesen Sie hier als Link.

Hinweis: Die Richtlinie ist in ihrer Umsetzung nicht frei von Risiken für den Online-Händler. Diese sollten nicht ungeprüft und ohne anwaltlichen Rat fremde Marken als Key-Words benutzen. Es besteht hierbei ein großes Abmahnrisiko, wie beispielsweise die Entscheidung des OLG Braunschweig vom 24.11.2010 zu 2 O 113/08 belegt. Dort hatte das OLG Braunschweig festgestellt, dass auch nach den Entscheidungen des EuGH die Verwendung fremder Marken im Google Werbesystem unzulässig sein kann.