Widerrufsrecht muss dem Verbraucher in Textform übermittelt werden

Mittelpunkt des Verbraucherschutzes im Online-Handel ist neben den zahlreichen Informationspflichten das 14-tätige Widerrufs- bzw. Rückgaberecht. Der Verbraucher muss auch nach der aktuellen Rechtslage auf das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufs- oder Rückgaberechts sowie umfassend über die Bedingungen und Einzelheiten der Ausübung hingewiesen werden.

Im Online-Shop reicht hierfür die Vorabinformation.

Außerdem – und das ist ganz wichtig – muss der Verbraucher in Textform über sein Widerrufsrecht belehrt werden. Textform meint nach § 126b BGB eine Urkunde oder eine in einer anderen dauerhaften Wiedergabe in Schriftzeichen geeigneten Weise. Das kann Papier, Diskette, CD-ROM aber auch eine E-Mail oder ein Computer-Fax sein. Bei einer per E-Mail übermittelten Erklärung genügt, dass der Empfänger sie speichern und ausdrucken kann, nicht erforderlich ist, dass dies tatsächlich erfolgt. Es bietet sich daher an die Widerrufsbelehrung im Rahmen der Bestellbestätigung zu übermitteln.

Die Übermittlung muss unverzüglich nach Vertragsschluss erfolgen. Unverzüglich meint dabei ohne schuldhaftes Zögern, im Grunde so schnell wie möglich und zumutbar. Auch deswegen empfiehlt es sich die Widerrufsbelehrung in die Bestellbestätigungsmail zu integrieren.

Kommt die Erklärung zu spät verlängert sich die Widerrufsfrist von 14 Tagen auf einen Monat. Kommt die Erklärung gar nicht oder falsch, verlängert sich das Widerrufsrecht sogar auf unbestimmte Zeit. Von daher achten Sie bitte immer auf die sofortige Übermittlung der Widerrufsbelehrung auch in Textform.