Werbung mit Bildern

So gut wie jede Werbung beinhaltet Bilder Grafiken oder andere Animationen, denn reine Textwerbung zieht selten die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich. Doch das Internet und dessen Nutzer sind nicht befreit Urheberrechten. Urheber dürfen auch im Internet ihre Rechte geltend machen. Bei der Verwendung von Bildern gibt es also einige Dinge zu beachten.
Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst genießen gemäß § 1 UrhG rechtlichen Schutz. Darunter fallen auch nach § 2 Absatz 1 Nr. 5 sog. Lichtbildwerke (Fotos), nach Nr. 6 Filmwerke und nach Nr. 4 ganz generell Werke der bildenden Kunst.
Werke müssen persönliche geistige Schöpfungen sein, bei einem Foto ist der Schöpfer beispielsweise der Fotograf. Dem Werk muss eine gewisse Kreativität und Individualität innewohnen, dann ist es ohne das der Urheber es angemeldet oder registriert hat geschützt. Der Urheber hat dann bestimmt Nutzungsrechte. Generell hat nur er das Recht das Werk zu veröffentlichen, vervielfältigen oder zu verbreiten, er kann jedoch an andere Personen Lizenzen vergeben.
Sie dürfen Grafiken, Bilder etc. nur verwenden, wenn sie die Erlaubnis dazu erhalten haben. Allerdings gibt es im Internet unzählige Grafiken oder Bilder, die kostenlos genutzt werden dürfen, ohne dass sie groß verändert werden.
Probleme können auch auftreten, wenn Sie selbst Fotos schießen. So können Personen in ihrem Recht am eigenen Bild verletzt werden oder fotografiert man ein Bild/Foto ab kann das Vervielfältigungsrecht verletzt sein (§16 I UrhG).
Das Urheberrechtsgesetz erlaubt die Nutzung eines urheberrechtlich geschützten Werkes in Ausnahmefällen auch ohne die Erlaubnis des Urhebers. Es ist zulässig Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Grafik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben (§ 59 UrhG). Bei Bauwerken zählt ausschließlich die äußere Ansicht. Ein Tourist darf also Fotos machen und diese weiterverwenden, also auch im Internet verbreiten. Nach § 57 UrhG ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe von Werken zulässig, wenn sie als unwesentliches Beiwerk neben dem eigentlichen Gegenstand der Vervielfältigung anzusehen sind. Wenn Sie somit etwas zulässigerweise im Fokus Ihres Fotoapparats haben, um es zu fotografieren, so bekommen Sie keine rechtlichen Schwierigkeiten, wenn Sie nebenbei und nicht besonders hervorgehoben auch ein urheberrechtlich geschütztes Werk ablichten, das Sie an sich nicht fotografieren dürften.
Sind Personen auf den Bildern, die zur Schau gestellt werden sollen müssen diese um Erlaubnis gefragt werden, so § 22 Satz 1 Kunsturhebergesetz (KUG).
Nach § 23 Absatz 1 KUG dürfen Bilder auch ohne Einwilligung der abgebildeten Personen verbreitet und öffentlich zur Schau gestellt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen. So etwa, wenn es sich um ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte handelt. Trotz allem ist auch hier Vorsicht geboten. Für Videos gilt das gleiche wie für Fotos.
Sollten Sie trotz allem Bilder oder Werke ohne eine entsprechende Lizenz verwenden besteht die Gefahr einer Abmahnung und es können Ansprüche des Rechteinhabers auf Sie zukommen.
Trotz aller multimedialer Ausgestaltungen müssen die Urheberrechte beachtet werden und eine Lizenz des Rechteinhabers eingeholt werden, um jeglichen rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen.