Unlauter: Nachträgliche Verlängerung einer zeitlich befristeten Preisrabattaktion

Das Landgericht München I hat mit Beschluss vom 14.09.2011 festgelegt (Az.: 17 HK O 2017/11), dass die nachträgliche Verlängerung einer zeitlich befristeten Preisrabattaktion unlauter ist.
Ein Händler, der Preisrabattaktionen anbietet, sollte sich an die angegebene zeitliche Befristung halten und diese nicht nachträglich verlängern.
Bei einer Verlängerung handelt es sich um eine objektive Irreführung des Verkehrs nach § 5 UWG, vollkommen gleich, ob der Werbende schon bei der Werbung vorhatte den Zeitraum zu verlängern, so auch bereits OLG Köln (Urteil vom 25.03.2011, Az.: 6 U 174/10) und KG Berlin (Beschluss vom 26.05.2009, Az.: 5 U 75/07).
Die Irreführung liegt darin, dass der Käufer meint er hatte nur den zeitlich befristeten Zeitraum, um sich für einen Kauf zu entscheiden, was ihn eher zum Kauf veranlassen könnte, als denjenigen, der mehr Zeit hat das Angebot mit anderen auf dem Markt erhältlichen Waren zu vergleichen.