Telefonnummer in der Widerrufsbelehrung? – Ja! Ja! Ja!

Telefonnummer in der Widerrufsbelehrung? – Ja! Ja! Ja!

Früher war sie verboten, heute ist sie Pflicht. Onlinehändler, die über eine geschäftliche Telefonnummer verfügen, müssen diese in der Widerrufsbelehrung aufführen. Wer das vergisst, kann schnell abgemahnt werden.

Zu den zentralen Informationspflichten im Fernabsatz zählt die Belehrung des Verbrauchers über das ihm zustehende Widerrufsrecht. Seit Juni 2014 kann der Widerruf auch telefonisch erklärt werden. Deswegen sieht das gesetzliche Belehrungsmuster dazu auch die Angabe einer Telefonnummer vor, allerdings nur soweit verfügbar. Dass ein professioneller Onlinehändler allerdings nicht über eine Telefonnummer verfügt, dürfte die absolute Ausnahme und eigentlich nicht darstellbar sein.

Die Oberlandesgerichte Frankfurt am Main und Hamm haben entschieden, dass bei Fehlen der Telefonnummer die Interessen der Verbraucher spürbar beeinträchtigt sind, da Ihnen die gesetzlich eröffnete Möglichkeit des telefonischen Widerrufs ohne die Angabe erschwert wird. Damit ist die Problematik als geklärt zu betrachten.

Unser Tipp: Sollten Sie in der Vergangenheit einmal wegen der Verwendung einer Telefonnummer in der Widerrufsbelehrung abgemahnt worden sein und diesbezüglich eine Unterlassungserklärung abgegeben haben, so empfiehlt sich in jedem Fall die Beseitigung dieser Unterwerfungsvereinbarung, um Konflikten mit der aktuellen Rechtslage und der Problematik des Anfalls einer Vertragsstrafe aus dem Weg zu gehen. Bei Fragen im Zusammenhang mit der gesetzlich vorgeschriebenen Widerrufsbelehrung können Sie sich jederzeit im Rahmen der kostenlosen Erstberatung an uns wenden – 030/420 26 70.