Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO – Neuregelung der Haftung für Auftragsverarbeiter

Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO – Neuregelung der Haftung für Auftragsverarbeiter

Nach den Neuregelungen der DSGVO bilden der Verantwortliche (Auftraggeber) und sein Auftragsverarbeiter eine Haftungsgemeinschaft. Der Auftragsverarbeiter, also z. B. der Webseiten-Gestalter, wird nun ausdrücklich in Art. 82 Abs. 1 DSGVO als potentiell zum Schadensersatz Verpflichteter genannt. Nach Art. 82 Abs. 3 DSGVO stehen der Verantwortliche und sein Auftragsverarbeiter in einem Gesamtschuldverhältnis. Gesamtschuldnerschaft bedeutet, dass jeder der Schuldner den Ausgleich der gesamten Leistung schuldet, der Gläubiger von jedem die Gesamtleistung fordern kann, dies insgesamt aber nur ein einziges Mal. Der Betroffene von Verstöße gegen die DSGVO kann daher den Verantwortlichen und den Auftragsverarbeiter jeweils auf Zahlung in voller Höhe in Anspruch nehmen. Das erleichtert die Durchsetzung der Schadensersatzansprüche erheblich.

Im Innenverhältnis findet dann der sog. Gesamtschuldnerausgleich statt. Derjenige, der den Betroffenen befriedigt hat, kann sich unter Berücksichtigung einer eigenen Verschuldensquote beim anderen Schuldner schadlos halten und Regress nehmen.

Die Haftungssituation für IT-Dienstleister hat sich mit der Neuregelung erheblich verschärft. Bei Fragen zur neuen Haftungssituation nach der DSGVO können Sie sich jederzeit an uns wenden. Nutzen Sie die kostenlose Erstberatung!