OLG Hamm: irreführende Werbung – über die Wirksamkeit von Schlankheitswerbung durch Ultraschall

Das Oberlandesgericht Hamm hat in seinem Urteil vom 18.11.2010 festgestellt, dass es unzulässig ist für ein nichtinvasives Ultraschall zu werben, wenn für die getätigten Wirkungsaussagen kein wissenschaftlicher Nachweis vorliegt.

In dieser Entscheidung hatte der Gewerbetreibende zu seinen Gunsten angegeben, dass sich aus der Rückmeldung seiner zahlreichen Kunden ergebe, dass die Wirkaussagen „Fettzellenreduzierung per Ultraschall“ sowie „alternative zur Fettabsaugung“ zutreffend seien. Das OLG Hamm kam zu dem Ergebnis, dass derartige Werbeaussagen irreführend und somit unzulässig sind. Insbesondere reicht die vom Gewerbetreibenden angeführte Kundenzufriedenheit nicht als Nachweis für eine Heilwirkung aus. Erfahrungsberichte zufriedener Kunden geben lediglich die subjektive Einschätzung der behandelten Personen im Einzelfall wieder, ohne dass die Gründe für die Wirkung bekannt sind. Sie genügen daher nicht den Anforderungen einer wissenschaftlichen Studie.