Neue Regelung des Widerrufsrechts bei Dienstleistungen:

Mit heutigem Inkrafttreten des Gesetzes zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und Verbesserung des Verbraucherschutzes sind auch wesentliche Änderungen für diejenigen Shop-Betreiber in Kraft getreten, die Dienstleistungen anbieten.

Stand Verbrauchern in der Vergangenheit überhaupt kein Widerrufsrecht zu, sofern der Unternehmer auf ihre ausdrückliche Veranlassung die Dienstleistung vor Ablauf des Widerrufsrechtes erbrachte, so erlischt das Widerrufsrechts bei Fernabsatzverträgen heute erst dann, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers vollständig erfüllt ist, bevor er den Vertrag widerrufen hat. D.h. erst nach ordnungsgemäßer Belehrung des Verbrauchers über sein Widerrufsrecht und auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden beiderseits vollständig erfüllter Vertrag, erlischt das Widerrufsrecht. Ansonsten kann der Kunde auch noch nach Inanspruchnahme von Diensten den Vertrag widerrufen. Der Unternehmer ist insofern auf den Wertersatz verwiesen.

Alle Shop-Betreiber, die Dienstleistungen in ihren Shops anbieten, müssen ihren Hinweis zum Erlöschen des Widerrufsrecht bei Dienstleistungen der neuen Gesetzeslage anpassen und folgende Formulierung benutzten:

   „Ihr Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten
   auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr
   Widerrufsrecht ausgeübt haben.“

Zugleich ist auch der Bestellablauf in den Shops zu überarbeiten. War es bislang möglich, das Widerrufsrecht durch die ausdrückliche Zustimmung des Kunden zum Erlöschen zu bringen, so geht dies nach dem neuen § 312 d S. 3 BGB nicht mehr.