Abmahnungen / Abmahnwelle WSI GmbH – „Enthält Sulfite“

Die WSI GmbH mit Sitz in Weyhe hat am 05.04.2016 durch die Rechtsanwältin Daniela Schmidt, Achterstraße 15, 28359 Bremen, eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung aussprechen lassen.

Die Rechtsanwältin teilt mit, dass ihre Mandantin festgestellt hat, dass der Betroffene regelmäßig unter seinem Ebayaccount weinhaltige Getränke und Schaumweine im Internet anbietet. Die WSI GmbH biete ebenfalls weinhaltige Getränke, Schaumweine und Spirituosen an, welche sie über ihren Onlineshop unter www.getraenke-handel.com vertreibe. Deswegen stünden die Parteien in einem konkreten Wettbewerbsverhältnis.

Die WSI GmbH beanstandet, dass der Betroffene auf der Plattform Ebay weinhaltige Getränke Verbrauchern zum Kauf anbietet, ohne auf die in den Getränken enthaltenen Sulfite hinzuweisen. So beispielsweise bei den Angeboten betreffend die Rotweine Nero d‘Avola Terre Siciliane 2013, Conteisa 2009 und Gevrey-Chambertin 2009.

Nach Art. 14 Abs. 1 lit. a LMIV (Lebensmittelverordnung) müssten sämtliche Pflichtinformationen nach Art. 9 und 10 für jedes vorgepackte Lebensmittel vor dem Abschluss des Kaufvertrages verfügbar gemacht werden und „auf dem Trägermaterial des Fernabsatzgeschäftes“ angegeben sein.

Abgefüllte weinhaltige Getränke, Weine usw. seien „vorverpackte Lebensmittel“ i. S. dieser Vorschrift. Werden weinhaltige Getränke, Weine, Schaumweine usw. im Fernabsatz angeboten, seien demnach auf der Artikelseite alle Pflichtangaben vorzuhalten, so die Abmahnerin.

Nach Art. 9 Abs. 1 lit. c LMIV sei für Lebensmittel eine Allergenkennzeichnung verpflichtend. Insofern müsse auf solche Zutaten und Verarbeitungsstoffe sowie deren Derivate hingewiesen werden, die im Anhang II der LMIV als allergieauslösende Stoffe aufgeführt seien. In Anhang II Nr. 12 seien Sulfite explizit erwähnt und müssten daher zwingend angegeben werden, wenn sie in Konzentrationen von mehr als 10 mg/l im Erzeugnis vorhanden seien. Weine, Schaumweine usw. würden derartige Mengen bzw. Konzentrationen aufweisen, so dass im Fernabsatz auf vorhandene Sulfite hingewiesen werden müsse.

Dem Abmahnschreiben ist zur Vermeidung gerichtlicher Schritte eine vorformulierte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung beigefügt. Darüber hinaus verlangt Rechtsanwältin Daniela Schmidt eine Erstattung bei ihr angefallener Kosten in Höhe von 865,00 EUR netto, da der Gegenstandswert in der Angelegenheit mit 15.000,00 EUR anzusetzen sei.

Gegenstandswert: 15.000,00 EUR

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Es hat sich bereits eine Gemeinschaft für Betroffene der Abmahnwelle der WSI GmbH gegründet!

Wer von einer Abmahnung betroffen ist: Dringender Rat, sich beim Abmahnschutzbrief oder der Kanzlei Sandhage über unser Kontaktformular oder direkt an info@sandhage.de zu melden. Soforthilfe erhalten Sie telefonisch unter 030 – 420 267 0.

Wenn auch Sie der Betroffenengemeinschaft für Betroffene der Abmahnwelle der WSI GmbH beitreten möchten, finden Sie hier nachfolgend das entsprechende Formular als pdf-Dokument zum Download:

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